Built-in Tokens im Stellar-Universum (SSC 2)

2. Teil auf dem Weg zum eigenen Stellartoken

1.Die neuen Smart Contracts – Stellar & CO (SSC01)

Kurz etwas zur Funktionsweise des Stellar-Netzwerkes:
Ledger

Man muss sich erstmal von dem Reflex verabschieden bei Kryptowährungen sofort an Blockchain zu denken. Bei Stellar spricht man grundlegend von einem „distributed ledger“, der alle Transaktionen und den Saldo aller Accounts im Netzwerk beinhaltet. Zudem werden die Transaktionen nicht durch Mining (egal ob Proof of Work (PoW) oder Stake (PoS) oder was auch immer) bestätigt, sondern durch ein Verfahren mittels Quorum. D.h. eine ausreichend große Zahl der partizipierenden Knoten im Netzwerk muss für die Validität einer Transaktion stimmen, damit sie durchgeführt wird. Stellar nennt das SCP oder Stellar Consensus Protocol.

Wie das Ganze genau funktioniert, kann man sich in einem kleinen Comic von Stellarianern erklären lassen,

 

oder einfach das Whitepaper lesen 😉

Trust

Das Netzwerk synchronisiert sich alle 2-5 Sekunden, um sicher zu stellen, dass alle Knoten über die exakt gleiche Version des Ledgers verfügen. Das entscheidende dabei ist, dass jeder Knoten selbst bestimmen kann, wessen Votum Vertrauen entgegengebracht wird, um die Validität von Transaktionen zu bestätigen (Hat A die Anzahl der Token, die er verschicken will). Der finale Konsens findet dann über die Schnittmengen der einzelnen Trustgroups statt.

Das ist in Wahrheit natürlich alles viel komplizierter, aber da ich hier nicht das Whitepaper auf Deutsch wiedergeben will, verweiße ich auch hier einfach darauf bzw. auf eine verkürzte Fassung im Web.

Anchors

Zudem ermöglicht Stellar über das Konzept der “trusted anchors die Ausgabe (issue) beliebiger Assets (das native Netzwerk-Asset ist Lumen (XLM)). Ein Asset kann alles sein u.A. eben auch ein imaginärer Coin, den ich gerne im Netzwerk handeln möchte. Aber auch Bananen oder Schafe kann ich so feilbieten, solange ich jemanden finde, der mir sein Vertrauen dafür ausspricht, dass ich die angebotene Menge an Asset-Einheiten auch wirklich bereitstellen kann. Diese Anchors haben im Stellar-Netzwerk auch noch andere Bedeutungen, auf die ich hier aber nicht eingehen will. Kurze Stichworte: dezentrale Exchanges und Multi-currency transactions.

Assets und built-in Tokens

Wie erwähnt kann innerhalb des Netzwerkes alles angeboten und nachgefragt werden, solange es einen Anchor gibt, dem andere Nutzer vertrauen und der in der Lage und Willens ist eine Art Kredit oder Optionsschein auf ein bestimmtes Asset auszustellen.

Aber erstmal zu den Assets selbst:

Die Erstellung neuer Assets ist bereits in das Netzwerk bzw. in den Code eingebaut und steht in Form eines SDK allen Entwicklern für mehrer Sprachen zur Verfügung.

Ein Asset besteht aus zwei Eigenschaften:

  • asset_code:
    Eine kurze Zeichenkette mit 1–12 Buchstaben oder Nummern wie z.B. USD oder EUR. Aber prinzipiell ist alles möglich wie z.B. ABCXYZCoin oder ABanana etc.
  • asset_issuer:
    Die ID des Accounts der das Asset ausgibt.

was in Javascript dann ungefähr so aussehen würde:

var abcxyzCoin = new StellarSdk.Asset(
 'ABCXYZCoin', 'GNSSF32LHCQVGF.<asset_issuer>.GC2BKLYOOR');

Ok. Zusammen mit einem Stellar.toml-File in dem man genauere Informationen zu dem Asset liefert, wäre das dann die Definition des Coins.

# stellar.toml example asset
 [[CURRENCIES]]
 code="ABCXYZCoin"
 issuer="GNSSF32LHCQVGF..GC2BKLYOOR"
 display_decimals=2
 name="ABCXYZ The broken alphabet token!"
 desc="urban dictionary -> (Always Be Confident, eXamine Your Zipp(er))"
 conditions="There will only ever be 26 ABCXYZCoins. Dont ask me why!"

Nun geht es dann wohl an die Umsetzung, damit der ABCXYZCoin (Namensvorschläge werden noch angenommen) das Licht der Welt erblickt!

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